Digitale Transformation

Trends, Chancen, Herausforderungen im Mittelstand

Stefan
Digitale Transformation Trends Mittelstand

Digitale Transformation: Trends, Chancen, Herausforderungen im Mittelstand

Jeder spricht über die Digitalisierung. Studien zufolge erkennen mehr Führungskräfte als je zuvor inzwischen die Wichtigkeit dieses Themas – doch wie gehen mittelständische Unternehmen in Deutschland ihre digitale Transformation an? Viele mit Verunsicherung und Zögern, wie zum Beispiel ein aktueller Report der Fraunhofer-Gesellschaft illustriert [https://www.ipa.fraunhofer.de/de/Publikationen/studien.html]. Laut einer Umfrage der Bitkom sehen 72 Prozent der mittelständischen Unternehmen die digitale Transformation als eine ihrer zentralen Herausforderungen an. Dabei haben 55 Prozent keine zentrale Digitalisierungsstrategie und riskieren damit, den Anschluss zu verpassen.


Kein Unternehmen, groß oder klein, kommt letztendlich um den digitalen Wandel herum. Die Erwartungen der Kunden, der Partner, der Mitarbeiter und des Markts diktieren, dass die eigenen Geschäftsprozesse, vielleicht auch das ganze Geschäftsmodell dem neuen, digitalen Zeitalter angepasst werden müssen. Vor allem Kunden gewinnen mehr Einfluss, denn sie sind ständig online, breit mit anderen Zielgruppen vernetzt, genauestens informiert und oft nur einen Mausklick von der Konkurrenz entfernt. Der Wettbewerb kommt plötzlich aus ganz neuen und unerwarteten Ecken


Digitalisierung lohnt sich

Eine globale Fujitsu-Studie vom Februar [http://www.fujitsu.com/downloads/GLOBAL/vision/2017/download-center/FTSV2017_Survey_EN-2.pdf] zeigt, wie sich Investitionen in die digitale Transformation bezahlt machen können. Denn Digitalisierungsprojekte können nicht nur Prozesse optimieren, wirksam miteinander verzahnen und so Kosten senken. 


Sie können auch die Innovation im Unternehmen beschleunigen, den Umsatz, die Leistungsfähigkeit, Profitabilität und den Marktwert steigern. Eine erfolgreiche Digitalisierung kann helfen, neue Kundengruppen zu erreichen, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und zu bedienen. Organisationen können effektiver mit ihren Zielgruppen kommunizieren und einen individuellen Dialog mit dem Kunden aufbauen. Vielleicht eröffnen sich sogar ganz neue Geschäftsfelder.


Denn im Zuge der Digitalisierung werden neue Ideen im Eiltempo erfunden, entwickelt und umgesetzt – oft mit einem scharfen Fokus auf den Kunden oder Nutzer. Neue Produkte und Dienstleistungen lassen sich viel schneller auf den Markt bringen und testen. Dabei wird oft auch der Status Quo in Frage gestellt; es werden radikale Ansätze gefunden. Und: Die wichtigsten Anstöße und Herausforderungen – etwa durch disruptive Technologien oder nie dagewesene Geschäftsmodelle – kommen nicht selten von außerhalb des eigenen Teams, des eigenen Unternehmens und der eigenen Branche.


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Innovation mit dem Kunden im Mittelpunkt

Für eine erfogreiche Digitalisierung sind allerdings zum Teil radikale Schritte nötig. Verlangsamt wird der Wandel in vielen Unternehmen durch interne Widerstände wie starre Strukturen und eingefahrene Prozesse, durch Zeitmangel, Risikoangst oder fehlende Richtungsvorgaben. Auch deshalb hinken wir in Deutschland Ländern wie den USA hinterher, die traditionell viel innovationsfreudiger sind. Dazu kommt oft, dass innerhalb der eigenen Organisation nicht die entsprechenden Kompetenzen und das nötige Know-how vorhanden sind.


Wichtig ist, dass die Chefetage dem Thema entsprechende Bedeutung einräumt und den digitalen Wandel aktiv vorantreibt. Radikale Entscheidungen werden nötig sein und können letztendlich nur auf dieser Ebene getroffen werden. Gleichzeitig ist es wesentlich, die eigenen Mitarbeiter für die Digitalisierung zu gewinnen und sie mit entsprechender Schulung in neuen Fähigkeiten für den digitalen Wandel fit zu machen.


Unternehmen müssen Strukturen schaffen, die Innovation fördern, Umstellungen beschleunigen, Flexibilität erlauben und Freiräume für neue, kreative Ideen lassen. Die Umsetzung digitaler Transformationsprojekte muss gut geplant sein. Wichtig ist die sorgfältige Auswahl externer Experten, beispielsweise beratungsstarke Softwareunternehmen oder auch eine Kooperation mit einem Technologie-Startup kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Im Unternehmen ist es entscheidend, ein dediziertes, bereichsübergreifendes Digitalisierungsteam, einen ‚digitalen Botschafter oder ‚Chief Digital Officer’ zu bestimmen.


Die digitale Zukunft bietet für den Mittelstand große Chancen – wer nicht abgehängt werden will, sollte sie so bald wie möglich ergreifen.


Alle Infos, Tipps und Handlungsempfehlungen rund um die digitale Transformation erhalten Sie auf der Relaunch Konferenz.