Die erfolgreiche digitale Strategie

Wege zur Umsetzung

Stefan
Digitale Transformation Trends Mittelstand digitale Strategie Digitalisierung

Die erfolgreiche digitale Strategie: Wege zur Umsetzung

Kaum ein Unternehmen kommt derzeit darum herum, sich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. Die Zielsetzung ist klar: Wir müssen digitalisieren, oder wir riskieren, dem Wettbewerb hinterherzuhinken, Kunden zu verlieren und wichtige Chancen zu verpassen. Doch wie dabei vorgehen?

Wenn es nach der ersten digitalen Positionsbestimmung an der Zeit ist, Nägel mit Köpfen zu machen, hilft eine Roadmap dabei, das Ziel fest im Auge zu behalten, während das Unternehmen seine digitale Transformation Schritt für Schritt angeht.

Dabei sind vier Themenbereiche zu betrachten: Die Unternehmensstrategie – die zunehmend zur digitalen Strategie wird –, der digitale Arbeitsplatz und damit auch die Mitarbeiter, neue digitale Technologien sowie der Bereich Produkte und Dienstleistungen, in dem die Digitalisierung Innovationen hervorbringen und beschleunigen soll.


Digitale Strategie

Man kann es nicht oft genug wiederholen, das Thema Digitalisierung gehört in die höchste Managementebene. Die Digitalisierung eines Unternehmens kann (und soll!) schließlich weitreichende Auswirkungen haben. Die Fachbereiche müssen von Anfang an mit einbezogen werden, um einzelne Siloprojekte zu vermeiden, die gewünschte Vernetzung und Verzahnung von Prozessen zu erreichen und Synergien zu schaffen. Zudem legt das bereichsübergreifende Denken oft ein größeres Innovationspotenzial frei.

Andere Blickwinkel und neue Impulse müssen aber auch von Außen kommen. Deshalb empfiehlt es sich, externe Fachberater mit einzubinden oder das Thema Digitalisierung gleich zusammen mit Partnern aus dem weiteren Ökosystem des Unternehmens anzugehen.

Damit das Transformationsprojekt strategisch auf Kurs bleibt, lohnt es sich in vielen Unternehmen, ein dediziertes Digitalisierungsteam aufzustellen und ihm die entsprechenden Ressourcen an die Hand zu geben.


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Digital Workplace

Der digitale Wandel bezieht sich nicht nur auf den Einsatz neuer Technologien, obwohl Technologien natürlich eine wichtige Rolle spielen. Er wirkt sich auch massiv auf die Arbeitsweise und die organisatorische Struktur eines Unternehmens aus , zum Beispiel mit neuen, flexibleren Arbeitsformen wie projektbasiertem Arbeiten, mobilem Arbeiten oder Arbeiten in virtuellen Teams.

Die technologische Basis für solche neuen Arbeitsmethoden muss selbstverständlich geschaffen werden, mit einer agilen und leistungsfähigen IT-Infrastruktur, die neue Teamprozesse und Anwendungsszenarien unterstützt. Das können unter anderem cloudbasierte Tools sein, die die Teamarbeit und das Projektmanagement erleichtern und die Mitarbeiterproduktivität erhöhen.

Auch Büro- und Verwaltungsprozesse wie das Dokumentenmanagement und die Buchhaltung lassen sich weitestgehend digitalisieren, so dass sie schneller und effektiver ablaufen. Die Automatisierung von langweiligen und mühseligen Aufgaben spart Zeit und schafft dadurch Denkräume, so dass sich Mitarbeiter auf kreativere und wertschaffende Projekte konzentrieren können – ebenfalls ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Transformation.

Ohne die Akzeptanz der Mitarbeiter geht es nicht. Im Idealfall sorgen neue Technologien am Arbeitsplatz für Begeisterung, nicht für Ablehnung. Bei der Auswahl und Bereitstellung neuer digitaler Anwendungen muss deshalb neben dem Zweck vor allem auch die Nutzererfahrung im Vordergrund stehen. Um Wissens- und Kompetenzlücken zu schliessen, sind entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten zu schaffen, und zwar nicht nur als optionales Angebot. Denn dass die neue digitale Welt bei den Mitarbeitern auch neue Qualifikationen erfordert, ist klar.

Die Unternehmenskultur spielt eine ganz bedeutende Rolle, wenn es um den Erfolg oder Misserfolg eines Digitalisierungsprojekts geht. Man muss sich nicht gleich in Google verwandeln, Kickertische aufstellen oder alle Büroräume knallbunt anmalen. Aber eine Unternehmenskultur, die Kreativität fördert, hilft. Schön, wenn alle Mitarbeiter lernen können, “digital” zu denken.


Digitale Technologien

Jedes Unternehmen braucht eine geeignete IT-Infrastruktur als Basis für neue operative Herausforderungen. Im Zeitalter der Digitalisierung erst recht. Wo sind die Lücken? Wie lässt sich die bestehende Landschaft weiterentwickeln oder neu ausrichten? Neue Technologien lassen ehemals separate Systeme zusammenwachsen, helfen, Prozesse zu automatisieren, zu beschleunigen und besser zu vernetzen sowie Silogrenzen zu durchbrechen. Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzubringen, bringt völlig neue Einblicke. Cloud- und hybride Architekturen erlauben eine bedarfsgerechte und flexible Nutzung, bringen Zeit- und Kosteneinsparungen und mehr Flexibilität.

Die Cloud nimmt sogar eine ganz zentrale Rolle ein: In vielen Unternehmen bildet sie die Grundlage für die digitale Transformation, weil nur sie es erlaubt, die nötigen dynamischen IT- und Anwendungsumgebungen zeitnah aufzubauen. Dem Analystenhaus IDC zufolge wird Cloud Computing mittelfristig das de facto-Architektur-Modell und technologische Framework für die digitale Transformation sein [zum Artikel]. Und einer Digital Readiness-Studie von Crisp Research zufolge sehen 82 Prozent der IT-Entscheider Infrastructure-as-a-Service (IaaS) als charakteristisches Merkmal ihrer Next-Generation IT-Infrastruktur [zur Studie].


Digitale Produkte und Dienstleistungen

Vor allem aber können neue digitale Technologien mehrere Dinge, die sich letztendlich gewinnbringend in innovative Produkte und Dienstleistungen einbringen lassen: Menschen und Maschinen mit- und untereinander verbinden (Sensoren, Internet der Dinge, Konnektivität), Unmengen an Daten sammeln und analysieren (Big Data) sowie automatisch agieren (künstliche Intelligenz, Roboter).

Wie sich all diese neuen Möglichkeiten in Produkt- oder Serviceinnovationen verwandeln und auf welchen Wegen sich diese monetisieren lassen, hängt natürlich völlig von der jeweiligen Zielsetzung des Unternehmens ab. Immer im Zentrum stehen sollte aber das Kundenerlebnis: Welchen Nutzen haben meine Kunden von dem, was wir anbieten? Welchen Wert ziehen sie aus unserem Produkt oder Service? Und wie können wir diesen mit digitalen Technologien noch verbessern – also mit Sensoren, Analysesoftware, künstlicher Intelligenz oder durch die Vernetzung mit anderen Geräten oder dem Internet?

Oft werden inzwischen statt reinen Produkten ganze ‘Lösungen’ oder ‘Systeme’ angeboten, samt Add-on-Services mit zusätzlichem Kundennutzen. Zu solchen Leistungspaketen gehören zum Beispiel auch Apps oder digitale Inhalte, die online verfügbar sind. Erfinderische Unternehmen haben Wege entdeckt, mit solchen digitalen Angeboten ganz neue Zielgruppen zu erreichen, sich neue Verkaufskanäle zu erschließen oder neue Einnahmequellen auszuschöpfen.

Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt; jetzt kommt es darauf an, Ideen in Taten umzusetzen. Mit einer Roadmap, die alle vier oben genannten Bereiche umfasst, kann ein Unternehmen Stück für Stück seine Digitalisierung voran bringen, ohne den Überblick zu verlieren. 


Alle Infos, Tipps und Handlungsempfehlungen rund um die digitale Strategien und digitale Transformation erhalten Sie live auf der Relaunch Konferenz.