Kontinuierlicher Relaunch

Immer auf dem neuesten Stand

Stefan
Projektmanagement Agil Kontinuierlicher Relaunch

Was ist zeitgemäß?

Bei einem Relaunch der Webseite soll alles besser werden. Den Webauftritt alle drei bis fünf Jahre komplett neu zu erfinden, ist aber im digitalen Zeitalter längst nicht mehr zeitgemäß. Nicht nur, weil komplexe Großprojekte mit langen Laufzeiten erhebliche Zeit- und Kostenfallen bergen, sondern auch, weil sich die digitale Welt inzwischen in einem so rasanten Tempo verändert, dass die schöne neue Webseite beim Abschluss des Mega-Relaunch oft schon wieder veraltet ist.

Trends in den Bereichen Nutzererfahrung, Design, SEO und neue technische Anforderungen müssen heute viel schneller umgesetzt werden als noch vor ein paar Jahren. Für einen effizienten Dialog mit den Nutzern und Kunden muss der Webauftritt stetig an die Zielgruppenerwartungen, die Unternehmensstrategie und die Marktsituation angepasst werden.

Immer mehr Unternehmen setzen daher auf das Konzept des kontinuierlichen Relaunch, also einer stetigen Optimierung der Webseite in gut zu bewältigenden, kleinen Schritten.

Ausgangspunkt sollte dabei immer sein, das eigene Geschäftsmodell im digitalen Umfeld zu definieren, zu verstehen und entsprechend im Webauftritt umzusetzen. Passen Layout, Struktur, Design, Technologie und Inhalte des Webauftritts noch zum Geschäftsmodell? Werden wir den Kundenerwartungen gerecht? Sprechen wir unsere Zielgruppe an der richtigen Stelle an und regen wir eine wechselseitige Kommunikation mit und auch unter unseren Kunden an? Diese Aspekte gilt es immer wieder zu hinterfragen.



Umdenken im Unternehmen

Damit der kontinuierliche Relaunch gelingt, sind einige Punkte zu beachten. Zunächst erfordert er ein Umdenken in der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten. Unter anderem muss die Ressourcen- und Budgetplanung die immer wiederkehrenden Optimierungsaufgaben erlauben, anstatt sich auf gelegentliche Großprojekte zu konzentrieren. Agiles Projektmanagement hilft, Entwicklungsprozesse zu vereinfachen, die Teamarbeit zu fördern und dabei die Ziele immer im Auge zu behalten. Idealerweise wird vor und nach jeder Änderung bewertet, welche Auswirkungen sie auf die Nutzererfahrung, die Kundenzufriedenheit, Konversionsraten und unterm Strich auch auf den Unternehmenserfolg hat. A/B-Tests und multivariate Tests sind nützliche Tools, um Neuerungen erst einmal auszuprobieren – ob bei einzelnen Elementen oder ganzen Webseitenversionen.

Aber auch das CMS muss die richtigen technischen Voraussetzungen mitbringen. Mit einer modularen und skalierbaren Architektur, die Layout, Struktur und Inhalte trennt, lassen sich Änderungen im Webauftritt schneller und einfacher vornehmen. Templates und Widgets erleichtern das Anpassen und Hinzufügen von einzelnen Elementen, WYSIWYG-Editing senkt den Aufwand einer ständigen Optimierung erheblich.

Richtig umgesetzt, lassen sich mit dem kontinuierlichen Relaunch Risiken senken, Ressourcen und Arbeitsaufwand besser verteilen – und Ihre Kunden werden beeindruckt sein von einem Webauftritt, der immer auf dem neuesten Stand ist.