Mobiles Internet: Responsive Design als neuer Standard?

Websites deutscher Industrieunternehmen auf dem Prüfstand

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Mobile Internet Responsive Design

Auf welchem technischen und inhaltlichen Niveau befinden sich die Websites deutscher Industrieunternehmen? Der vorliegende Branchenreport liefert die wichtigsten Antworten aus der Analyse von 120 Unternehmen.  

Responsive Design als neuer Standard?

Es bedarf keiner Trendanalyse, um die stark zunehmende Bedeutung der mobilen Internetnutzung zu erkennen. Seit Jahren steigt die Verwendung von Smartphones und Tablets als Zugang zum Internet rasant: Laut Statistischem Bundesamt ging im Jahr 2013 gut die Hälfte der Internetnutzer über ein mobiles Gerät online, das ist ein Anstieg um 43%. 

Verbreitung und Nutzung

Die Verbreitung und Nutzung der mobilen Endgeräte macht dabei auch nicht vor dem B2B-Bereich halt. So werden Tablets immer häufiger als Arbeitsmittel oder zur Vertriebsunterstützung eingesetzt. Das Lesen von News und E-Mails vom Smartphone ist längst zur Alltagsroutine geworden. Der Branchenverband Bitkom hat herausgefunden, dass mittlerweile 79% aller Erwerbstätigen mindestens ein mobiles Gerät für die Arbeit nutzen. 

Leider zeigen die Websites der untersuchten Unternehmen bezüglich der Zugänglichkeit und Darstellung von Inhalten auf mobilen Endgeräten (insbesondere bei geringeren Bildschirmgrößen und der Bedienung mit Touchscreens) erhebliche Defizite. Beispielsweise nutzt jedes dritte Unternehmen Adobe Flash zur Bereitstellung von Videos, was zur Folge hat, dass diese auf mobilen Geräten zumeist nicht abgespielt werden können. 

Separate mobile Nutzung

Lediglich 28% der untersuchten Unternehmen bieten eine für die mobile Nutzung optimierte Webseite an, d.h. sie stellen entweder eine separate mobile Variante (18%), eine flexibel umgesetzte Website (Responsive Webdesign) oder beides zur Verfügung.

Als separate mobile Webseite wird dabei ein Internetauftritt verstanden, der in einer eigenen Darstellungs- und Inhaltsvariante ausgespielt wird. Prozessbedingt ist dies oft nur pauschal für alle mobilen Endgeräte und für eine Auflösung umsetzbar. Damit zeigt sich einem Tablet-Nutzer die gleiche Darstellung, wie jenem, der ein deutlich kleineres Smartphone-Display nutzt, sodass Inhalte ineffizient dargestellt werden.

Responsive Design

Neben der Erstellung einer separaten mobilen Website kann auch eine flexible Umsetzung, ein Responsive Design, für die mobile Optimierung eingesetzt werden. Ein Responsive Design passt sich selbstständig an die verfügbare Bildschirmgröße an und bietet damit eine übersichtliche und bedienerfreundliche Darstellung der Inhalte. Allerdings setzen lediglich 12% der untersuchten Unternehmen diese Technologie ein, wobei 29% jener Unternehmen, die eine optimierte mobile Darstellung bieten, sich für ein Responsive Design entschieden haben.

Hinsichtlich der Anzahl der eingesetzten Breakpoints (Bildschirmbreiten, bei deren Unterschreitung das Design und die Darstellung angepasst wird) konnte kein eindeutiger Trend ermittelt werden. 

Bedienung auf dem Touch Screen

Unabhängig davon, ob und wie eine Website für die mobile Darstellung optimiert ist, sollte die Bedienbarkeit mit Keyboard, Mouse und Touchscreen stets gewährleistet sein.

Die Analyse zeigt allerdings, dass gerade bei der Bedienung mit einem Touchscreen erhebliche Defizite vorherrschen. So können Navigationslayer nicht aufgerufen, Seiten schlecht bis gar nicht gescrollt oder Links schwerlich geklickt werden. In Zahlen heißt das: 21% der Websites können nur schlecht und 60% eingeschränkt bedient werden, lediglich 19% bieten eine gute oder sehr gute Bedienung.


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