Responsive in der Praxis. Ein Mythos?

Brauchen Nutzer von mobilen Endgeräten Responsive Websites?

Bernd Völcker
Mobile Responsive Design
Jeder zweite Internetnutzer in der Bundesrepublik (55 Prozent) nutzt bereits ein mobiles Endgerät. Betrachtet man die Entwicklung dieser Geräte in den letzten Jahren und berücksichtigt man, dass mobile Endgeräte immer mehr Funktionen aufweisen, dann ist es kaum verwunderlich, dass sie zum konstanten Begleiter geworden sind, ob beruflich oder privat.


Ein Blick in die Praxis zeigt, dass die Mehrheit der untersuchten Web-Angebote in Deutschland im Dezember 2013 noch nicht für mobile Endgeräte optimiert war. Dies ist angesichts der starken Verbreitung mobiler Endgeräte überraschend und lässt sich am ehesten mit der konventionellen Herangehensweise beim Bau einer Website erklären: Obwohl es die Zahlen nahelegen, ein mobiles Angebot vorrangig zu entwickeln, wird eine mobile Website weiterhin eher als ein Zusatzangebot missverstanden.

Mobile Readiness von Unternehmen in Deutschland im Jahr 2013
 (Quelle Infopark; Repräsentative Datenerhebung auf Basis einer Zufallsstichprobe von 250 gewerblichen Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen, Erhebungszeitraum Dezember 2013)

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Vorteile von Responsive Webdesign werden noch nicht überall genutzt. Während über die Hälfte aller Nutzer bereits mobile Endgeräte nutzt, ist nicht einmal ein Fünftel aller Webangebote mit mobilen Endgeräten komfortabel nutzbar. Wird 2014 die Wende bringen? Ich denke schon, da mittlerweile die Nutzer ein mobiles Angebot erwarten. Wer seine Website zusätzlich auch für mobile Endgeräte anbietet, darf - statistisch - mit Zuwächsen um die 100 Prozent bei der Reichweite rechnen. Responsive Webdesign ist zu diesem Ziel heute der inhaltlich sinnvollste und der wirtschaftlichste Weg.